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TELE-audiovision International — The World‘s Largest Digital TV Trade Magazine
— 01-02/2013
ten der Redaktion gemütlich.
Den Sender positionierten
wir an einem Fenster, das
in den Garten zeigt. Die Di-
stanz zwischen Sende- und
Empfangsstation betrug nun
in etwa 27 Meter Luftlinie
ohne Hindernisse, doch das
brachte den Wireless HDMI
Extender nicht aus der Ruhe.
Problemlos konnten wir das
Signal in bester Qualität und
ohne Aussetzer oder Störun-
gen empfangen. Erst als wir
die Distanz auf über 40m
erhöhten blieb die Status
LED, die einen erfolgreichen
Verbindungsaufbau signali-
siert, schwarz. Wer also den
Wireless HDMI Extender im
heimischen Garten einsetzen
möchte, der kann bei optima-
ler Position der Sendeeinheit
mit den vom Hersteller ange-
gebenen 30 Metern rechnen.
Wie sieht es aber innerhalb
eines Gebäudes aus? Nun,
Mauer ist bekanntlich nicht
gleich Mauer und eine massi-
ve Stahlbetonwand blockiert
deutlich mehr Signale als eine
dünne Zwischenwand aus
Gipskarton, insofern müssen
wir die Ergebnisse hier etwas
differenzierter betrachten.
Bei unseren Messungen an
verschiedenen
Einsatzor-
Bereich nicht 3 sondern satte
19 überlappungsfreie Kanäle,
die von Geräten wie z.B. dem
Wireless HDMI Extender ge-
nutzt werden können. Hinzu
kommt, dass durch die höhe-
re Frequenz und verbesser-
te Fehlerkorrekturverfahren
Datenraten von 600 MBit/s
möglich sind, kein Vergleich
mit den 54 Mbit/s, die mit
dem 802.11a Standard im 2.4
GHz Bereich erzielt wurden.
Der Wireless HDMI Exten-
der selbst unterstützt eine
zu übertragende Auflösung
von bis zu 1080p 60 Hz Full
HD (also 1920x1080 Bild-
punkte) sowie den HDMI 1.3
Standard und das HDCP 1.2
Protokoll als dazugehörigem
Kopierschutzverfahren. Da
der HDMI Extender auch das
EDID Protokoll (Extended
Display Identification Data)
unterstützt, können Fern-
seher und Receiver auch via
Funk bezüglich der von ihnen
unterstützten Anzeigeein-
stellungen kommunizieren
und so vollautomatisch die
jeweils optimale Auflösung
ausfindig machen.
Zur Übertragung der Sig-
nale setzt die Box auf MiMo
(Multi Input/Multi Output),
d.h. es werden sowohl beim
Sender als auch Empfänger
jeweils mehrere Antennen
mit unterschiedlichen Kanä-
len (insgesamt 4) eingesetzt,
als auch auf OFDM (Orthogo-
nal Frequency Division Mul-
tiplexing), wodurch für eine
optimale Fehlerkorrektur und
Störunanfälligkeit des Signals
gesorgt wird.
Nach diesen technischen
Daten konnten wir es kaum
erwarten und verbanden ei-
nen HDTV Satellitenreceiver
mit der Sendeeinheit sowie
einen 42“ LED Fernseher
mit der Empfangseinheit. Zu
Testzwecken bauten wir die-
sen Versuch noch innerhalb
eines Raumes auf, so dass
die Übertragung auf jeden
Fall funktionieren musste.
Und in der Tat: Nachdem
wir die beiden Einheiten des
Wireless HDMI Extender mit
Strom versorgt hatten leuch-
teten innerhalb kürzester
Zeit die LEDs grün auf und si-
gnalisierten uns damit, dass
a) eine Verbindung zwischen
Sender und Empfänger auf-
gebaut werden konnte und b)
dass jeweils ein HDMI Gerät
verbunden war. Nun schalte-
ten wir auch noch den Fern-
seher ein und siehe da, der
Receiver in einer Ecke des
Raumes versorgte drahtlos
den Fernseher in der ande-
ren Ecke des Raumes mit
gestochen scharfen HDTV
Bildern in 1080p Full HD. Da
die Übertragung digital er-
folgt sind Bildrauschen und
ähnliche Störungen natür-
lich ausgeschlossen, das Bild
entspricht 1:1 dem Signal,
das wir auch sehen würden,
wenn der Receiver direkt via
HDMI Kabel mit dem Fern-
seher verbunden wäre. Auch
die Übertragung des IR Sig-
nals unserer Fernbedienung
funktionierte tadellos, ohne
Verzögerung konnten wir den
Satellitenreceiver steuern, so
als würden wir ihn direkt und
ohne Umweg bedienen.
Als nächstes interessierten
wir uns brennend für die ma-
ximal mögliche Distanz, über
die das Signal übertragen
werden kann. Der Herstel-
ler gibt dazu im technischen
Datenblatt 30 Meter an,
schweigt sich aber darüber
aus, ob dieser Wert für Über-
tragungen innerhalb oder au-
ßerhalb eines Gebäudes gilt.
Für uns also eine ideale Gele-
genheit, um das herauszufin-
den. Kurzerhand nahmen wir
einen kleinen LCD Fernseher
und machten es uns im Gar-
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