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TELE-audiovision International — The World‘s Largest Digital TV Trade Magazine
— 05-06/2013
Vitor Martins Augusto
FEATURE
Selfmade IPTV
1. Öffnen Sie im Firefox-Browser die IP-Adresse Ihres Linux-
Receivers. Je nach installierter Firmware sollte sich ein Web-
Frontend des Receivers öffnen, in welchem man unter anderem das
EPG der verschiedenen Kanäle einsehen kann. Rechts befindet sich
meist ein kleines TV-Symbol. Klicken Sie dieses mal an.
2. Entweder öffnet sich VLC direkt oder sie bekommen eine Datei
zum Download angeboten. Öffnen Sie diese mit VLC, damit der
gewünschte Kanal in originaler Bildqualität auf Ihren PC gestreamt
wird. So einfach kann IPTV sein, wenn auch mit einer großen
Einschränkung: es kann immer nur einer den Stream am TV-Gerät
empfangen.
Es ist üblich, zu-
hause ein Koaxial-
kabel für die Vertei-
lung von digitalen
TV Signalen zu be-
nutzen, sei es um
die Satellitensignale
vom LNB, terrestri-
sche Signale von der
UHF/VHF Antenne
oder Kabel-TV am
TV-Gerät zu emp-
fangen.
Dieser Verteilungsweg
hat einen Nachteil: die Ko-
axialkabel müssen zu je-
dem TV-Gerät verteilt wer-
den und für jedes TV-Gerät
ist ein passender Receiver
für die digitalen Signale
notwendig. Eine Alternati-
ve bietet sich mit IPTV an,
das schon seit langem ver-
fügbar ist, aber bislang nur
selten im privaten Bereich
Anwendung findet.
Bei IPTV geht es darum,
das digitale TV Signal über
ein
Computer-Netzwerk
zu verteilen. Daten wer-
den hier in kleinen Pake-
ten versendet, wobei die
verschiedenen Netzwerk-
Adapter sternförmig an
einem Switch angeschlos-
sen sind. Funktion dieses
Switches ist es, die Da-
tenpakete von den Sen-
dern zu den TV-Geräten
weiterzuleiten. Ein Switch
erledigt diese Aufgabe auf
intelligenter Weise, denn
es leitet die Daten-Pakete
nur gezielt an ein TV-Gerät
weiter. Dazu müssen sich
alle angeschlossenen TV-
Geräten beim Switch an-
melden. Obwohl die meis-
ten Switches im privaten
Bereich nur über 4 bis 16
Eingänge verfügen können
mehrere Switches in Se-
rie geschaltet werden. Auf
diese Weise können bis zu
254 Receiver versorgt wer-
den (eigentlich stehen für
ein Subnet die Identifikati-
onsnummern von 0 bis 255
zur Verfügung, doch die 0
und 255 sind für besonde-
re Zwecke reserviert). Die-
se Gruppe von bis zu 254
Geräten bildet ein Subnet.
Soll ein Datenpaket von ei-
nem Sender in einem Sub-
net zu einem TV-Gerät in
einem anderen Subnet wei-
tergeleitet werden, dann
wird ein Router benötigt.
Der Router vermittelt die
1...,110,111,112,113,114,115,116,117,118,119 121,122,123,124,125,126,127,128,129,130,...228