TELE-audiovision - Weltweit größte Digital TV Fachzeitschrift - page 72

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TELE-audiovision International — The World‘s Largest Digital TV Trade Magazine
— 07-08/2013
meter, den wir für unseren
Vergleichstest verwendet ha-
ben, die Modulation Error Ra-
tio, korreliert direkt mit der
Signalqualität. Je höher die
MER, desto besser das Sig-
nal und desto größer ist der
Spielraum an Schlechtwetter-
reserve. Bedenkt man, dass
der SUS 21 F das Signal von
seinem angestammten Platz
ins L-Band, entweder auf die
Frequenz 1076 MHz oder 1178
MHz, konvertieren muss wür-
den wir eigentlich eine deutli-
che Senkung der MER erwar-
ten, denn jede Konvertierung
fügt immer zusätzliches Rau-
schen ein. Aber, NEIN! Bei der
Mehrzahl der von uns geteste-
ten Transponder gab es über-
haupt keinen Unterschied,
lediglich bei DVB-S2 Trans-
pondern mit sehr hoher Sym-
bolrate (30 Ms/sec) konnten
wir ein minimal schlechteres
Signal messen. Bei den sehr
häufig genutzten Transpon-
dern mit einer Symbolrate von
27.5 Ms/sec kam es zu keiner
Verschlechterung der MER.
Auch im anderen Extrembe-
reich, bei den Transpondern
mit sehr niedriger Symbolrate
(2.5 Ms/sec), lieferte der SUS
21 F brillante Ergebnisse ab,
so dass wir keinerlei Unter-
schied zwischen einem direkt
vom LNB oder via SUS 21 F
übertragenen Signal feststel-
len konnten.
Natürlich wäre so ein Test
nicht vollständig würden wir
nicht auch einen Receiver
anschließen und den SUS 21
F beim Zappen unter realen
Bedingungen unter die Lupe
nehmen. Dabei war jeder ein-
zelne Transponder und Kanal,
den wir bei direkter Verbin-
dung unseres Receivers mit
dem LNB empfangen konnten,
auch unter Zwischenschal-
tung des Single Cable Router
verfügbar, und das, obwohl
wir eine Durchgangsdose ver-
wendeten, die nochmals 14
dB Dämpfung zusätzlich hin-
zufügt. Dies galt sowohl für
Transponder mit sehr hoher
als auch sehr niedriger Sym-
bolrate (2.5 bis 30 Ms/sec).
Zudem ist es auch interes-
sant anzumerken, dass die
Kanalumschaltgeschwindig-
keit in einem Single Cable
Netzwerk positiv beeinflusst
werden kann, denn wenn Sie
Die ausführliche Beschrei-
bung direkt an der Einheit
enthüllt zudem zwei weitere
Features des SUS 21 F, näm-
lich die Möglichkeit, auch ter-
restrische Signale in einen der
Signaleingänge einzuspeisen
und die externe Stromver-
sorgung des SUS 21 F zu ver-
wenden, während diese üb-
licherweise mittels der vom
Receiver übertragenen Steu-
erspannung erfolgt und kein
externes Netzteil notwendig
ist. Der SUS 21 F verfügt über
eine mehrfarbige Status LED,
die neben dem Gerätestatus
auch Fehlermeldungen an-
zeigt. Egal also ob die Versor-
gungsspannung zu hoch oder
zu niedrig ist oder ob am Aus-
gangskabel ein Kurzschluss
erkannt wird, Sie werden es
dank ihrer Hilfe sofort erfah-
ren.
Für den Praxistest haben
wir eine 85cm Offset Anten-
ne mit einem Ku-Band Twin
LNB, ausgerichtet auf EU-
TELSAT16A 16° Ost, verwen-
det. Da dieser Satellit sowohl
über Transponder mit hoher
als auch niedriger Symbolrate
verfügt konnten wir den SUS
21 F an seine Grenzen brin-
gen. Um den Test noch ein
wenig schwieriger zu gestal-
ten benutzten wir zudem eine
50m lange Verkabelung (ca.
13 dB Dämpfung) und last but
not least eine flache Fenster-
durchführung, die nochmals
für etwa 2 dB Dämpfung sorg-
te. Unseren Test begannen wir
mit einem kritischen Blick auf
das am Messgerät angezeigte
Ausgangssignal des SCR. Da-
bei stellten wir fest, dass es
absolut perfekt aussah. Außer
den beiden auf den Frequen-
zen 1076 MHz und 1178 MHz
modulierten Trägerfrequen-
zen war nichts zu erkennen
und das C/N (Carrier to Noise)
Verhältnis lag bei mehr als 30
dB!
Nach einem derart erfolg-
reichen Start beschlossen wir,
zuerst jene Signale zu mes-
sen, die direkt vom Twin LNB
ausgegeben wurden (wir ha-
ben diese als REF1 und REF2
markiert). Danach wurde das
Twin LNB mit dem SUS 21 F
verbunden und wir haben die
an dessen Ausgang verfügba-
ren Signale (Slot 1 und Slot 2)
auf den Frequenzen 1076 MHz
und 1178 MHz gemessen. Wie
zu erwarten war variierte der
Signalpegel (die Signalstärke)
doch signifikant zwischen den
einzelnen Transpondern eines
Satelliten bei direkter Mes-
sung am LNB und war nahezu
konstant, wenn der SUS 21 F
zwischengeschaltet wurde.
Für uns also ein klares Zei-
chen, dass die automatische
Signalpegelanpassung
ihre
Aufgabe hervorragend meis-
tert.
Der zweite wichtige Para-
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